Aktuelle Meldungen
Peter Pepper eröffnet Tag der Informatik in Berlin
Am 5. Oktober hat Professor Peter Pepper von der TU Berlin die INFORMATIK 2011 eröffnet. Er begrüßte Jörg Steinbach (Präsident der TU Berlin), Knut Nevermann (Staatssekretär in der Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung) und Stefan Jähnichen (GI-Präsident), bevor der Tag der Informatik mit Vorträgen begann. Das Programm des Tags der Informatik findet sich hier.
GI-Präsident Jähnichen legt Jahresbericht vor
GI-Präsident Stefan Jähnchen hat auf der Ordentlichen Mitgliederversammlung in Berlin den Tätigkeitsbericht 2010-2011 vorgelegt. Im Rahmen der GI-Jahrestagung INFORMATIK 2011 präsentierte er die Aktivitäten von Vorstand, Präsidium und Fachgliederungen und stellte zukünftige Projekte vor. Den Bericht finden Sie hier zum Herunterladen.
GI-Vizepräsident Oliver Günther zum Präsidenten der Universität Potsdam gewählt
Die Universität Potsdam hat Prof. Oliver Günther, Ph.D. zu ihrem neuen Präsidenten gewählt.
Oliver Günther ist seit 2010 Vizepräsident der Gesellschaft für Informatik und hat sich in der vergangenen Amtsperiode um Finanzen, Publikationen und die Präsenz der GI in den sozialen Netzwerken gekümmert. Bei der Wahl 2011 kandidiert Oliver Günther für das Amt des GI-Präsidenten.
Die GI gratuliert Professor Günther und wünscht ihm viel Erfolg bei seiner neuen Aufgabe.
Innovationspreis der Gesellschaft für Informatik für "UPcload" und "Beschaffernetzwerk"
Mit dem Innovations- und Entrepreneurpreis zeichnet die Gesellschaft für Informatik informatikbezogene Erfindungen, Innovationen und einschlägige Unternehmensgründungen aus. In diesem Jahr haben die Systeme „UPcload“ und „Beschaffernetzwerk“ den GI-Innovationspreis gewonnen.
Das System UPcload dient der automatisierten Erfassung der Körpermaße einer Person mit einer Standard-Webcam. Auf diese Weise ermöglicht UPcload dem Konsumenten passformsichere Kleiderkäufe und reduziert das aufwändige Retourmanagement für die Händler. UpCload beansprucht Alleinstellungsmerkmale hinsichtlich der Spezifikation von musterbasierten Algorithmen zur Segmentierung der fotografierten Person vom Hintergrund sowie der Entwicklung von Sub-Pixel-Algorithmen zur Verbesserung der Messgenauigkeit unter Berücksichtigung anatomischer Eigenschaften der Menschen. UpCload überzeugte die Jury nicht nur durch die technische Innovation sondern auch durch ihre bislang erfolgreiche Geschäftspolitik.
Mit dem „Beschaffernetzwerk“ der ondux GmbH würdigt die GI ein Internetportal, welches der öffentlichen Verwaltung einen schnellen und effizienten Wissens- und Informationsaustausch ermöglicht. Das „Beschaffernetzwerk“ ist ein soziales Netzwerk, das erhebliche Einsparungen bei der öffentlichen Auftragsvergabe verspricht. Dieser potenzielle Mehrwert in Verbindung mit geschlossenen Nutzergruppen und einem Höchstmaß an Vertraulichkeit hinsichtlich persönlicher Daten hat nicht nur bereits viele Nutzer gefunden, sondern auch die Jury überzeugt.
Die Auszeichnung findet auf der GI-Jahrestagung INFORMATIK 2011 am 5. Oktober 2011 in Berlin statt.
Beste Informatikdissertation im deutschsprachigen Raum: GI-Dissertationspreis für Christian Kästner
Für die beste Informatikdissertation im deutschsprachigen Raum wird in diesem Jahr Dr.-Ing. Christian Kästner ausgezeichnet, der an der Universität Magdeburg zum Thema „Virtual Separation of Concerns: Toward Preprocessors 2.0“ promoviert hat und derzeit an der Universität Marburg arbeitet.
Die Programmierung von variabler Software in Form einer Produktlinie gehört zu den großen Herausforderungen der aktuellen Softwaretechnikforschung. Dabei wird die Grundversion einer Software erstellt, die für verschiedene Produkte maßgeschneidert wird, ohne immer neue Software schreiben zu müssen. Ein Beispiel hierfür ist beispielsweise Steuerungssoftware für Heizungen oder Autos, die an verschiedene Heizungs-, bzw. Autotypen angepasst werden kann.
Herr Kästner stellt den in der Praxis weit verbreiteten Ansatz von Bedingter Kompilierung, typischerweise mit Präprozessoren, erstmals auf ein formales, wissenschaftliches Fundament, entwickelt darauf aufbauend praktisch einsetzbare Werkzeuge, evaluiert diese empirisch, widerlegt populäre Kritiken und zeigt neue Möglichkeiten und Chancen eines solchen Ansatzes auf.
Der Dissertationspreis wird jährlich gemeinsam von der Gesellschaft für Informatik e.V. (GI), der Schweizer Informatik Gesellschaft, der Oesterreichischen Computer Gesellschaft und dem German Chapter of the ACM vergeben und ist mit 5.000 Euro dotiert. Die Auszeichnung findet auf der GI-Jahrestagung INFORMATIK 2011 am 5. Oktober 2011 in Berlin statt.
Konrad-Zuse-Medaille für Informatik für Fritz-Rudolf Güntsch und Volker Strassen - Höchste Informatik-Auszeichnung wird in Berlin verliehen
Das Kuratorium für die Verleihung der Konrad-Zuse-Medaille für besondere Verdienste um die Informatik hat in diesem Jahr die Herren Prof. Dr. Dr. h.c. Fritz-Rudolf Güntsch und Prof. Dr. Volker Strassen als Preisträger nominiert. Die Konrad-Zuse-Medaille ist die höchste Auszeichnung für Informatik im deutschsprachigen Raum und wird Fritz-Rudolf Güntsch und Volker Strassen auf der INFORMATIK 2011, der Jahrestagung der Gesellschaft für Informatik, am 5. Oktober 2011 in Berlin verliehen.
Die Jury ehrt Fritz-Rudolf Güntsch für seine herausragenden Verdienste bei der Förderung der Informatik in Wissenschaft und Industrie. Als Ministerialdirektor im Bundesministerium für Forschung und Technologie (BMFT) hat er Initiativen zur Förderung der Datenverarbeitung, der Technischen Kommunikation und Elektronik vorangetrieben und zur Gründung der Informatik-Fakultäten an deutschen Universitäten beigetragen. Er hat damit die Entwicklung der Informatik in Deutschlang ganz wesentlich mitgeprägt.
Die Jury ehrt Volker Strassen für seine Verdienste als Wegbereiter der Algorithmik. Er hat mehrere bahnbrechende Algorithmen für fundamentale Probleme der Arithmetik entwickelt, die auch heute noch vielfach im Einsatz sind, viele Folgearbeiten ausgelöst haben und international höchst anerkannt sind.
Seit 1987 wird die Konrad-Zuse-Medaille für die Verdienste um die Informatik an einen herausragenden Wissenschaftler verliehen. Sie erinnert an den Computer-Pionier Konrad Zuse, der vor 70 Jahren den ersten universell programmierbaren Computer Z3 entwickelt hatte. Eine Liste der bisherigen dreizehn Medaillenträger findet sich hier.
Sieger des Bundeswettbewerbs Informatik stehen fest!
Der 29. Bundeswettbewerbs Informatik wurde in der vergangenen Woche an der Technischen Universität Braunschweig mit der Endrunde abgeschlossen.
Johannes Bader (18 Jahre) aus Calw, Maximilian Janke (18 Jahre) aus Bonn, Kevin Klinge (20 Jahre) aus Bonn, Tobias Lenz (17 Jahre) aus Niederkassel, Jannes Münchmayer (17 Jahre) aus Belgern und Daniel Ziegler (16 Jahre) aus Truckee, Kalifornien, USA sind die Sieger des diesjährigen Bundeswettbewerbs Informatik. Bei der Endrunde an der Technischen Universität Braunschweig waren sie die Besten unter den 27 Finalisten. Zwei Tage lang hatten sich die Finalisten kniffeligen Aufgaben und den Fragen der Jury gestellt. Gesucht wurden kreative und überzeugende Lösungen. Dabei wurden die Nachwuchskräfte mit Aufgaben konfrontiert, die auch aktuellen Forschungsarbeiten zugrunde liegen. Eine davon: Wie kann ein Entdecker, der ein unerforschtes Gebiet durchstreift, mithilfe von kleinen Robotern den Kontakt zu seinem Basiscamp halten? Dieser Aufgabe liegt eine aktuelle Forschungsarbeit in der Informatik zu Grunde; ein mögliches Anwendungsgebiet ist die Raumfahrt.
Die Bundessieger erhalten jeweils einen Preis in Höhe von 750 Euro und können sich über ein Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes freuen. Daniel Ziegler erhielt den Ingo-Wegener-Preis für die herausragende Gesamtleistung bei der Endrunde. Neben den Bundessiegern sind auch Preisträger ausgezeichnet worden. Juliane Baldus, Sebastian Gieße, Jakob Jülich, Nicolas Müller, Jannis Seemann und Tim Taubner können sich jeweils über ein Preisgeld in Höhe von 500 Euro freuen. Sonderpreise der deutschen Informatik-Fachbereiche erhalten Florian Dietz für eine originelle Einzelidee sowie Paul Jungeblut, Kevin Klinge, Tobias Lenz und Ron Wenzel für die beste Gruppenleistung. Eine Sprachreise, gestiftet von der Firma Dr. Steinfels, kann Chris Baumann antreten.
(BWINF, 27.09.2011)





