»Green Card« als Wahlkampfthema ungeeignet GI fordert Taten statt Slogans

Bonn, 4. April 2000 Als völlig ungeeignet hat die Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) das Wahlkampfthema "Green Cards für ausländische Computerspezialisten" bezeichnet. Bei einem Mangel von ca. 75.000 qualifizierten IT-Fachkräften allein in Deutschland solle nicht mit diesem Thema Wahlkampf getrieben werden.
Sie forderte alle Parteien im Wahlkampf in Nordrhein-Westfalen nachdrücklich auf, zur Sachdiskussion zurückzukehren und das Thema "Green Cards" nicht für parteipolitische Zwecke zu instrumentalisieren.
Slogans wie "Kinder statt Inder" trügen nichts zur Problemlösung bei, sondern schürten lediglich negative Emotionen.
GI-Präsident Prof. Dr. Dr.h.c. Heinrich C. Mayr sagte:
"Die Informatik-Ausbildung in Deutschland muss massiv gefördert werden, um in Zukunft den Bedarf der Volkswirtschaft im Bereich IT aus eigenen Ressourcen decken zu können. Dazu gehört auch ein gezielter Hochschulausbau."
Bis Deutschland jedoch genug eigene Fachkräfte aufbieten könne, sei es durchaus sinnvoll, für eine begrenzte Zeit auf spezialisierte Fachleute aus dem Ausland zurückzugreifen.

 

 

04. April 2000, Cornelia Winter, Tel. 0228/302-147

 

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