Riesters »Green Card«-Verordnung: Ein Tropfen auf den heißen Stein!
Als "Tropfen auf den heißen Stein" hat der Präsident der Gesellschaft für Informatik e.V., Prof. Dr. Dr.h.c. Heinrich C. Mayr, die heute vorgestellte Verordnung von Arbeitsminister Riester zur Vergabe von maximal 20.000 Arbeitserlaubnissen für IT-Fachleute aus dem Ausland bezeichnet.
Damit sei zwar kurzfristig der eklatante Mangel an Informatik-Fachkräften zu lindern. Erste Priorität müsse jedoch die Ausbildung an den eigenen Hochschulen haben, erklärte Mayr.
Ausserdem solle verstärkt auch die Kooperation deutscher Informatik-KMU's mit Informatik-Unternehmen aus Zentral- und Osteuropa initiiert und gefördert werden, was stärker zur europäischen Integration beitrage als der Transfer von Präsenzarbeitnehmern.
"Die Versäumnisse der Vergangenheit, im eigenen Land den Informatik-Nachwuchs zu fördern, müssen nun schnell und aktiv beseitigt werden", sagte Mayr. Dies sei für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Volkswirtschaft unerlässlich. Die Verordnung des Arbeitsministers dürfe daher keinesfalls als Lösung des Problems, sondern nur als "Erste Hilfe-Maßnahme" gesehen werden.
"Das von Bundeskanzler Schröder vorgestellte 100-Millionen-Sonderprogramm für Informatik ist ein Schritt in die richtige Richtung. Gleichzeitig müssen alle Hebel in Bewegung gesetzt werden, junge Menschen wieder stärker für technische Berufe zu interessieren", betonte Mayr.
31. Mai 2000, Cornelia Winter, Tel. 0228/302-147
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