Neue Lehre in der Informatik?
Die Gesellschaft für Informatik und die Hochschulrektorenkonferenz mit Unterstützung ihres Bologna-Zentrums haben am 22. Oktober 2009 in Berlin ein Symposium zu Europäische und nationale Qualifikationsrahmen und deren Umsetzung veranstaltet und damit ihren Beitrag zum diesjährigen IT-Gipfel schon vor dessen eigentlichem Termin vorgezogen.
Themenschwerpunkte waren der deutsche wie auch der europäische Qualifikationsrahmen, deren Vergleichbarkeit und mögliche uswirkungen auf Lehre und Bildungsabschlüsse. Zudem wurde in einer Reflektions- und Diskussionsrunde die Zukunft des Informatikstudiums nach 2010 offen diskutiert. Die für ein solches Thema hohe Zahl von über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern zeigte dabei die Relevanz des Themas sehr deutlich auf.
Interessieren, Motivieren, Fördern, Fordern
Seit ihrer Etablierung als eigenständige Disziplin vor 40 Jahren entwickelt sich die Informatik intensiv und höchst vielseitig. Informatik beeinflusst dabei immer mehr Teile des täglichen Lebens, ist daher hoch systemrelevant, wird aber häufig nur noch ‚embedded’ wahrgenommen: im Navigationsgerät, der automatischen Espressomaschine, dem PKW, LKW, dem Magnetresonanztomographen und vielem anderen mehr. Sie rückt häufig erst dann wieder ins Bewusstsein, wenn Pannen passieren und das tägliche Leben durch den Ausfall von Informatiksystemen empfindlich gestört wird oder durch Fehlfunktion oder Missbrauch die Privatsphäre des Einzelnen leidet.
Die IT-Gipfel nehmen dies beispielhaft auf und machen den Einfluss der Informatik auf Standort und Alltags-Erfahrung deutlich – und damit auch unsere Abhängigkeit vom generellen Verständnis der angewandten Techniken sowie, noch ausgeprägter, die von jungem, motiviertem und im besten Sinne neugierigem Nachwuchs:
Der im Wissenschaftsjahr 2006 (‚Informatikjahr’) initiierte und durch die IT-Gipfel fortgesetzte Prozess der Nachwuchsidentifikation, -motivation, -förderung und – durch Eliteprojekte und -förederung – unterstützt deshalb durch diverse modular kombinierte Projekte die Nachwuchsentwicklung der für unser Hochtechnologieland so wichtigen Fachdisziplin der Informatik:
Dies beginnt mit ‚train the trainer’ im Kindergarten durch 'K IT A' (Basisqualifizierung Medienkompetenz ErzieherInnen) und wird ausgebaut durch einen Motivationswettbewerb noch vor der Pubertät und einen Leistungswettbewerb danach ('Informatik-Biber' für 11-16 Jahre, ‚Bundeswettbewerb Informatik’ ab 16 Jahren und älter). Anschließend bietet die GI Information, Motivation und die Möglichkeit der Vernetzung und Zusammenarbeit vor und in den ersten Phasen des Studiums, der Dualen Ausbildung und später im Beruf durch 'Einstieg Informatik' (Content- und Communityportal zur Motivation und Information des IKT Nachwuchses) und 'wir sind informatik' (freies, nicht wirtschaftlich orientiertes Kollaborationsportal für IKT Interessierte und Beschäftigte jeglichen Alters). Hier werden offene sowie (thematisch) geschlossene Kommunikation von Person zu Person oder in Gruppen gleichen Interesses ermöglicht.
Begleitet werden alle diese durch die IT-Gipfel beförderten Einzelbausteine über alle Lebensphasen hinweg durch den 'Informatik Moodle', eine freie Lernplattform für IKT Medienkompetenz und IT-Sicherheit.










