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2011
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Prof. Dr. Volker Strassen Dresden
Volker Strassen ist einer der Wegbereiter der Algorithmik. Er hat mehrere bahnbrechende Algorithmen für fundamentale Probleme der Arithmetik entwickelt, die auch heute noch vielfach im Einsatz sind und viele Folgearbeiten ausgelöst haben. In seiner 1969 veröffentlichten Arbeit "Gaussian Elimination is not optimal" zeigte er, dass es, zumindest für große Matrizen, eine schnellere Multiplikation als die Standardmethode gibt. 1972 erarbeitete er zusammen mit Arnold Schönhage den „Schönhage-Strassen-Algorithmus“, der sehr lange Zeit der schnellste, vielfach praktisch eingesetzte Algorithmus zur Multiplikation großer ganzer Zahlen war. 1977 veröffentlichte er zusammen mit Robert Solovay mit dem Solovay-Strassen-Test einen probabilistischen Primalitätstest. Dieser zufallsbeeinflusste Algorithmus war einer der ersten seiner Art und hat die Basis zu vielen anderen grundlegenden Ergebnissen gelegt. Prof. Dr. Volker Strassen hat sich mit seinen Arbeiten in herausragender Weise um die Informatik verdient gemacht. Seine Ergebnisse sind grundlegend und international höchst anerkannt. Mehr über seine Person erfahren Sie hier.
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2011
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Prof. Dr. Fritz-Rudolf Güntsch Brandenburg
Fritz-Rudolf Güntsch ist ein Computerpionier. In seiner Dissertation stellte er erstmals den „Virtuellen Speicher“ vor, ein Konzept, mit dem es bereits in der frühen Zeit der Informatik möglich wurde, einheitlich auf eine Vielzahl von Speichermedien zuzugreifen. Der unter seiner Leitung in der Firma Telefunken 1970 entwickelte TR440 war der schnellste der bis dahin in Europa gebauten und mit einem sehr innovativen Betriebssystem ausgestattete Rechner. Als Ministerialdirektor im Bundesministerium für Forschung und Technologie (BMFT) hat er Initiativen zur Förderung der Datenverarbeitung, der Technischen Kommunikation und Elektronik vorangetrieben und zur Gründung der Informatik-Fakultäten an deutschen Universitäten beigetragen. Er hat damit die Entwicklung der Informatik in Deutschlang ganz wesentlich mitgeprägt. In Zusammenarbeit mit internationalen Spitzenfachleuten hat er die Bedeutung der „Künstlichen Intelligenz“ (KI) frühzeitig erkannt und die Grundlagen für die besondere BMFT-Förderung der KI über viele Jahre geschaffen. Mehr über seine Person erfahren Sie hier.
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2009
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Prof. Dr. Reinhard Wilhelm Saarbrücken
Die Jury ehrt Reinhard Wilhelm für seine herausragenden Verdienste in Forschung und Lehre auf dem Gebiet des Übersetzerbaus und der Echtzeitanalyse von Programmen sowie für seine Tätigkeit als wissenschaftlicher Direktor des Leibniz-Zentrums für Informatik, Schloss Dagstuhl.Die Echtzeitanalyse ist für alle Branchen von zentraler Bedeutung, in denen Software für die Entwicklung von sicherheitsrelevanten Systemfunktionen verwendet wird. Beispiele finden sich in der Luft- und Raumfahrt, im Fahrzeugbau oder in der Überwachung und Steuerung von Atomkraftwerken. Es ist das herausragende Verdienst von Reinhard Wilhelm, hier ein Verfahren zur Etablierung sicherer Schranken erforscht und etabliert zu haben. Mit Reinhard Wilhelm verleiht die Gesellschaft für Informatik ihre höchste Auszeichnung einer Forscherpersönlichkeit, deren Fähigkeit zum Brückenschlag zwischen Grundlagenforschung und nachhaltiger Anwendung beispielhaft ist. Mehr über seine Person erfahren Sie hier.
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2007
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Prof. Dr. Dr. h.c. Manfred Broy München
Prof. Dr. Dr. h.c. Manfred Broy hat in Forschung, Lehre und Technologietransfer auf dem Gebiet des Software und System Engineering herausragende Leistungen erbracht. Er war einer der ersten, der die Notwendigkeit der Öffnung der Informatik in Deutschland stärker hin zu den technischen Anwendungen, insbesondere den eingebetteten Systemen, erkannte. Mehr über seine Person erfahren Sie hier.
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2006
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Prof. Dr. Ingo Wegener Dortmund
Prof. Dr. Ingo Wegener hat mit zahlreichen wegweisenden Arbeiten prägenden Einfluss auf das Gebiet der Theoretischen Informatik genommen. Das hohe internationale Ansehen der deutschen Forschung in diesem wichtigen Bereich der Informatik, insbesondere bei der Komplexität der Booleschen Funktionen, ist zu einem erheblichen Teil seinem Wirken zu verdanken. Seine zahlreichen Publikationen über den aktuellen Stand der Forschung seines Gebiets sowie die mit viel didaktischem Geschick verfassten Lehrbücher für Studierende zeichnen ihn als eine Persönlichkeit aus, die starken Anteil an der Entwicklung der Grundlagen der Informatik sowohl in der Forschung als auch in der Lehre genommen hat. Mehr über seine Person erfahren Sie hier.
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2003
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Prof. Dr. Thomas Lengauer, Ph.D. Saarbrücken
Prof. Dr. Thomas Lengauer hat mit zahlreichen wegweisenden Arbeiten prägenden Einfluss auf das Gebiet der Bioinformatik genommen. Das hohe internationale Ansehen der deutschen Forschung auf diesem wichtigen Teilgebiet der Informatik ist zu einem erheblichen Teil seinem Wirken zu verdanken. Lengauer verfolgt einen ganzheitlichen und interdisziplinären Ansatz, von der Grundlagenforschung bis zur ingenieurmäßigen Umsetzung. Die Anwendbarkeit und Relevanz seiner Arbeiten auch in anderen wissenschaftlichen Disziplinen gehört zu seinen wesentlichen Zielen. Mehr über seine Person erfahren Sie hier. |
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2001
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Prof.Dr.Dr.h.c. Theo Härder Kaiserslautern
Härder hat wie kein anderer Wissenschaftler in den vergangenen Jahrzehnten die Forschungslandschaft in Deutschland auf dem Gebiet der Datenbanktechnologie geprägt. Bei seinen zahlreichen wegweisenden Arbeiten, u.a. über die Leistungsoptimierung von Datenbanken, verbindet er in vorbildlicher Weise grundlagenorientierte Forschung mit praxisrelevanten Anwendungen. Mehr über seine Person erfahren Sie hier. |
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