Informatik-Lexikon

Fachbegriffe zu Informatik und deren Anwendung

Wir sind Informatik

Ruth Janning

„Ich bin während meines Studiums auf die GI zunächst wegen einer Fachzeitschrift für Künstliche Intelligenz aufmerksam geworden. Daraufhin habe ich festgestellt, wieviel mehr die GI noch zu bieten hat.“

 

Konrad-Zuse-Medaille

Die Konrad-Zuse-Medaille für Verdienste um die Informatik wird an Persönlichkeiten verliehen, die sich auf dem Gebiet der Informatik in Forschung, Technik oder Anwendung in hervorragender Weise ausgewiesen haben.

Im Jahre 1981 stiftete der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes zu Ehren von Konrad Zuse die „Konrad-Zuse-Medaille für Verdienste um die Informatik im Bauwesen". Im selben Jahr wurde sie Konrad Zuse für seine großen Verdienste als Erfinder und Erbauer der ersten programmgesteuerten Rechenmaschine der Welt verliehen.

Im Jahre 1987 stiftete die Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) die „Konrad-Zuse-Medaille für Verdienste um die Informatik". Sie ist die höchste Auszeichnung, welche von der Gesellschaft für Informatik e.V. alle zwei Jahre vergeben wird.

 

Die bisherigen Preisträger


siehe auch: Homepage der Konrad-Zuse-Gesellschaft 



          2013
Prof. Dr. Markus Groß

Prof. Dr. Markus Groß
Zürich

Markus Groß ist eine der weltweit führenden Autoritäten im Gebiet des Visual Computing und der Computeranimation, der seit mehr als 20 Jahren herausragende technisch-wissenschaftliche Beiträge von hoher praktischer Relevanz in der Graphischen Datenverarbeitung und Bildverarbeitung leistet. Er gilt als einer der wissenschaftlichen Pioniere der sogenannten “punktbasierten Computergraphik“. 1994 nahm Markus Groß einen Ruf an das Departement Informatik der ETH Zürich an und baute dort das Labor für Graphische Datenverarbeitung auf. Seit 1997 ist er Ordinarius an der ETH. Von 2004 bis 2008 war er Leiter des Instituts für wissenschaftliches Rechnen im Departement Informatik der ETH. 2008 wurde er mit der Leitung des Züricher Forschungslabors der Walt Disney Company betraut. Für seine wissenschaftlichen Leistungen wurde Markus Groß mit dem Technical Achievement Award der EUROGRAPHICS Association 2011 ausgezeichnet. Er ist seit 2012 Mitglied der Deutschen Akademie der Wissenschaften Leopoldina sowie der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Seit 2006 ist er Fellow der EUROGRAPHICS Association und seit 2013 Fellow der ACM. Die Academy of Motion Picture Arts and Sciences (AMPAS) hat ihn für seine Forschungsresultate zur schnellen Turbulenzsimulation, die in mehr als 30 Hollywood-Produktionen verwendet wurden, 2013 mit einem Technical Achievement Award (Tech-Oscar) ausgezeichnet.
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          2011
Prof. Dr. Volker Strassen

Prof. Dr. Volker Strassen
Dresden

Volker Strassen ist einer der Wegbereiter der Algorithmik. Er hat mehrere bahnbrechende Algorithmen für fundamentale Probleme der Arithmetik entwickelt, die auch heute noch vielfach im Einsatz sind und viele Folgearbeiten ausgelöst haben. In seiner 1969 veröffentlichten Arbeit "Gaussian Elimination is not optimal" zeigte er, dass es, zumindest für große Matrizen, eine schnellere Multiplikation als die Standardmethode gibt. 1972 erarbeitete er zusammen mit Arnold Schönhage den „Schönhage-Strassen-Algorithmus“, der sehr lange Zeit der schnellste, vielfach praktisch eingesetzte Algorithmus zur Multiplikation großer ganzer Zahlen war. 1977 veröffentlichte er zusammen mit Robert Solovay mit dem Solovay-Strassen-Test einen probabilistischen Primalitätstest. Dieser zufallsbeeinflusste Algorithmus war einer der ersten seiner Art und hat die Basis zu vielen anderen grundlegenden Ergebnissen gelegt. Prof. Dr. Volker Strassen hat sich mit seinen Arbeiten in herausragender Weise um die Informatik verdient gemacht. Seine Ergebnisse sind grundlegend und international höchst anerkannt.
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          2011
Prof. Dr. Fritz-Rudolf Güntsch

Prof. Dr. Fritz-Rudolf Güntsch
Brandenburg

Fritz-Rudolf Güntsch ist ein Computerpionier. In seiner Dissertation stellte er erstmals den „Virtuellen Speicher“ vor, ein Konzept, mit dem es bereits in der frühen Zeit der Informatik möglich wurde, einheitlich auf eine Vielzahl von Speichermedien zuzugreifen. Der unter seiner Leitung in der Firma Telefunken 1970 entwickelte TR440 war der schnellste der bis dahin in Europa gebauten und mit einem sehr innovativen Betriebssystem ausgestattete Rechner. Als Ministerialdirektor im Bundesministerium für Forschung und Technologie (BMFT) hat er Initiativen zur Förderung der Datenverarbeitung, der Technischen Kommunikation und Elektronik vorangetrieben und zur Gründung der Informatik-Fakultäten an deutschen Universitäten beigetragen. Er hat damit die Entwicklung der Informatik in Deutschlang ganz wesentlich mitgeprägt. In Zusammenarbeit mit internationalen Spitzenfachleuten hat er die Bedeutung der „Künstlichen Intelligenz“ (KI) frühzeitig erkannt und die Grundlagen für die besondere BMFT-Förderung der KI über viele Jahre geschaffen.
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          2009
Prof. Dr. Reinhard Wilhelm

Prof. Dr. Reinhard Wilhelm
Saarbrücken

Die Jury ehrt Reinhard Wilhelm für seine herausragenden Verdienste in Forschung und Lehre auf dem Gebiet des Übersetzerbaus und der Echtzeitanalyse von Programmen sowie für seine Tätigkeit als wissenschaftlicher Direktor des Leibniz-Zentrums für Informatik, Schloss Dagstuhl.Die Echtzeitanalyse ist für alle Branchen von zentraler Bedeutung, in denen Software für die Entwicklung von sicherheitsrelevanten Systemfunktionen verwendet wird. Beispiele finden sich in der Luft- und Raumfahrt, im Fahrzeugbau oder in der Überwachung und Steuerung von Atomkraftwerken. Es ist das herausragende Verdienst von Reinhard Wilhelm, hier ein Verfahren zur Etablierung sicherer Schranken erforscht und etabliert zu haben. Mit Reinhard Wilhelm verleiht die Gesellschaft für Informatik ihre höchste Auszeichnung einer Forscherpersönlichkeit, deren Fähigkeit zum Brückenschlag zwischen Grundlagenforschung und nachhaltiger Anwendung beispielhaft ist.
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          2007
Prof. Dr. Dr. h.c. Manfred Broy

Prof. Dr. Dr. h.c. Manfred Broy
München

Prof. Dr. Dr. h.c. Manfred Broy hat in Forschung, Lehre und Technologietransfer auf dem Gebiet des Software und System Engineering herausragende Leistungen erbracht. Er war einer der ersten, der die Notwendigkeit der Öffnung der Informatik in Deutschland stärker hin zu den technischen Anwendungen, insbesondere den eingebetteten Systemen, erkannte.
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          2006
Prof. Dr. Ingo Wegener

Prof. Dr. Ingo Wegener
Dortmund

Prof. Dr. Ingo Wegener hat mit zahlreichen wegweisenden Arbeiten prägenden Einfluss auf das Gebiet der Theoretischen Informatik genommen. Das hohe internationale Ansehen der deutschen Forschung in diesem wichtigen Bereich der Informatik, insbesondere bei der Komplexität der Booleschen Funktionen, ist zu einem erheblichen Teil seinem Wirken zu verdanken. Seine zahlreichen Publikationen über den aktuellen Stand der Forschung seines Gebiets sowie die mit viel didaktischem Geschick verfassten Lehrbücher für Studierende zeichnen ihn als eine Persönlichkeit aus, die starken Anteil an der Entwicklung der Grundlagen der Informatik sowohl in der Forschung als auch in der Lehre genommen hat.
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          2003
Prof.Dr. Thomas Lengauer

Prof. Dr. Thomas Lengauer, Ph.D.
Saarbrücken

Prof. Dr. Thomas Lengauer hat mit zahlreichen wegweisenden Arbeiten prägenden Einfluss auf das Gebiet der Bioinformatik genommen. Das hohe internationale Ansehen der deutschen Forschung auf diesem wichtigen Teilgebiet der Informatik ist zu einem erheblichen Teil seinem Wirken zu verdanken. Lengauer verfolgt einen ganzheitlichen und interdisziplinären Ansatz, von der Grundlagenforschung bis zur ingenieurmäßigen Umsetzung. Die Anwendbarkeit und Relevanz seiner Arbeiten auch in anderen wissenschaftlichen Disziplinen gehört zu seinen wesentlichen Zielen. Mehr über seine Person erfahren Sie hier.



          2001
Prof.Dr.Dr.h.c. Theo Härder

Prof.Dr.Dr.h.c. Theo Härder
Kaiserslautern

Härder hat wie kein anderer Wissenschaftler in den vergangenen Jahrzehnten die Forschungslandschaft in Deutschland auf dem Gebiet der Datenbanktechnologie geprägt. Bei seinen zahlreichen wegweisenden Arbeiten, u.a. über die Leistungsoptimierung von Datenbanken, verbindet er in vorbildlicher Weise grundlagenorientierte Forschung mit praxisrelevanten Anwendungen. Mehr über seine Person erfahren Sie hier.



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         1999
Prof.Dr.Dr.h.c.mult. Günter Hotz

Prof.Dr.Dr.h.c.mult. Günter Hotz
Saarbrücken

er Wissenschaftler Hotz hat wesentlich zum Einsatz mathematischer Methoden beim Schaltkreisentwurf und in der Sprachanalyse beigetragen. Seine X- Kategorien lieferten zum ersten Mal eine algebraische Formulierung der Eindeutigkeit bei kontext- freien Grammatiken. Durch seine Arbeiten wurde zwei Sonderforschungsbereiche initiiert:

- SFB 100: Elekronische Sprachforschung
- SFB 124: VLSI- Entwurfsmethodik und Parallelität
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         1997
Prof.Dr.- Ing. José Encarnação

Prof.Dr.- Ing. José Encarnação
Darmstadt

Encarnação ist Leiter des Fraunhofer Instituts für Graphische Datenverarbeitung (IGD) in Darmstadt. Seine Initiativen haben wesentlich dazu beigetragen, dass die Computergraphik zu einer der Schlüsseldisziplinen der Multimedia- Technologie geworden ist. Er hat u.a. das "Graphical Kernel System" (GKS) maßgeblich mitgestaltet. Mehr über seine Person erfahren Siehier.



         1995
Prof.Dr.Dr.h.c. Kurt Mehlhorn

Prof.Dr.Dr.h.c. Kurt Mehlhorn
Saarbrücken

Mehlhorns theoretische Arbeiten richten sich auf die Komplexität fundamentaler Funktionen und die Entwicklung effizienter Algorithmen. Für die praktische Anwendung konzipierte er das System LEDA, welches in der Auswahl der Funktionen, der zugehörigen Algorithmen, ihrer Beschreibung und Implementierung vorbildlich ist. Mehr über seine Person erfahren Siehier.



        1993
Prof.Dr.DR.h.c. Carl Adam Petri

Prof.Dr.DR.h.c. Carl Adam Petri
St. Augustin

Petri entwickelte eine Theorie diskreter Systeme, als noch kaum jemand darüber nachdachte. Seine Theorie baut auf den Konzepten der Nebenläufigkeit, der Verteiltheit und der asynchronen Kommunikation auf. Der Pionier der Informatik ist Namensgeber des Petrinetzes. Mehr über seine Person erfahren Siehier.



         1991
Prof.Dr. Wilhelm Kämmerer

Prof.Dr. Wilhelm Kämmerer
Jena

In den Zeiss- Werken in Jena entwickelte Kämmerer vor über 40 Jahren den Relais- Rechenautomaten OPREMA für optische Berechnungen. Nach seiner Idee wurde ferner eine Kleinserie elektronischer Rechenautomaten ZRA 1 gebaut. Diese besaßen als gemeinsame technische Grundlage für eine einheitliche Ausbildung und für den Rechnereinsatz in der DDR eine große Bedeutung.



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        1989
Prof.Dr.- Ing. Nikolaus Joachim Lehmann

Prof.Dr.- Ing. Nikolaus Joachim Lehmann
Dresden

Lehmann genießt internationales Ansehen für seine Entwicklung von Fachsprachen, insbesondere von Formelmanipulationssystemen. Er realisierte die flexibel einsetzbare Computeranalytik und konstruierte den Dresdner Rechenautomat D1. Mehr über seine Person erfahren Sie hier.



        1989
Prof.Dr.- Ing. Robert Piloty

Prof.Dr.- Ing. Robert Piloty
Darmstadt

Piloty beschäftigt sich intensiv mit der Entwursmethodik für Computer. In internationaler Zusammenarbeit mit anderen Informatik- Forschern entwickelte er die Konstruktionsmethode CONLAN für Hardware- Beschreibungssprachen und INREEN, eine universelle Datenbankschnittstelle für computeruntergestützte Entwurfssysteme. Mehr über seine Person erfahren Sie hier.



        1987
Prof.Dr. Heinz Billing

Prof.Dr. Heinz Billing Garching

Billing erfand vor 40 Jahren den Magnettrommelspeicher. In den 50er Jahren baute er die Rechenanlagen G1, G2 und G3. Er zählt zu den führenden, international anerkannten Pionieren auf dem Gebiet der Konstruktion von programmgesteuerten Rechenanlagen.



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