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Informatik-Lexikon

Fachbegriffe zu Informatik und deren Anwendung

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Key Pousttchi

Als GI-Mitglied und Fachgruppensprecher will ich dazu beitragen, dass Informationstechnologie der Gesellschaft dient (und nicht umgekehrt) und dass Deutschland und Europa künftig in diesem Bereich weiter mithalten und sich Zukunftsfelder erschließen können.

 

12.09.2017
Bundestagswahl 2017: Konsequenzen aus Sicherheitsproblemen gefordert

Die Gesellschaft für Informatik e.V. fordert Konsequenzen aus den Sicherheitsproblemen bei Wahlauswertungssoftware


Bonn/Berlin, 12. September 2017 – Angesichts der anstehenden Wahl zum Deutschen Bundestag in knapp zwei Wochen und den jungst veröffentlichten eklatanten Schwachstellen in einem der Softwareprogramme, die im Rahmen der Stimmenauswertung genutzt werden sollen, fordert die Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) die generelle Überprüfung der für die Wahlen eingesetzten Software. Der Chaos Computer Club hatte in einer Software zur Stimmenauswertung zahlreiche Sicherheitsmängel entdeckt und vergangene Woche veröffentlicht.

Prof. Dr. Hannes Federrath, GI-Vizepräsident: „Die vorliegende Analyse darf nicht schulterzuckend hingenommen oder kleingeredet werden. Die Glaubwürdigkeit unserer Demokratie beginnt bei ordnungsgemäß durchgeführten Wahlen. Wenn wir uns bei den Wahlen auf Technik verlassen, dann muss sie zweifelsfrei verlässlich sein.“

Die Ethischen Leitlinien der Gesellschaft für Informatik fordern die Kenntnis und Anwendung des Stands  von Wissenschaft und Technik, um sichere informationstechnische Systeme zu entwickeln. Die in der Analyse des Chaos Computer Clubs beschriebenen Mängel zeigen, dass grundsätzliche Regeln zur Gewährleistung von IT-Sicherheit missachtet wurden.

Die GI fordert von den politisch Verantwortlichen in den Innenministerien von Bund und Ländern die Erarbeitung und Offenlegung von Prüfprozessen für den Einsatz von Software bei Wahlen, die solche Sicherheitsrisikenfrühzeitig erkennbar und behebbar machen. Federrath: „Die jetzt erkannten Sicherheitsmängel zeigen erneut auf, wie weit wir noch davon entfernt sind, sichere elektronische Wahlen für den Deutschen Bundestag durchführen zu können.“

Jede eingesetzte Auswertungssoftware muss nun kritisch überprüft werden. Gegebenenfalls sollte schlicht von der Nutzung abgesehen werden, wenn sich weitere Sicherheitslücken zeigen oder heutige Standards der Technik missachtet wurden.


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