20.10.2016
Informatikunterricht in Baden-Württemberg darf nicht dem Rotstift zum Opfer fallen

Mit Befremden hat die Gesellschaft für Informatik die Ankündigung der baden-württembergischen Kultusministerin Susanne Eisenmann zur Kenntnis genommen, den geplanten Informatikunterricht ab Klasse 7 auf Eis zu legen. Noch im Herbst 2015 hatte Ministerpräsident Kretschmann eine verbindliche Grundbildung in Informatik für alle Schülerinnen und Schüler in Baden-Württemberg versprochen.

 

GI-Präsident Peter Liggesmeyer: „Das Thema digitale Bildung ist derzeit in aller Munde, da für ein erfolgreiches Berufsleben informatische Grundkenntnisse nahezu überall unabdingbar sind. Da können wir nicht unkommentiert lassen, dass in einem der bislang fortschrittlichsten Bundesländer diese Grundbildung dem Rotstift zum Opfer fallen soll.“

 

Tatsächlich misst mittlerweile die Bundesregierung der digitalen Bildung einen solch hohen Stellenwert zu, dass sie für den diesjährigen IT-Gipfel im November das Thema „Digitale Bildung“ als Schwerpunkt gesetzt hat.

 

"Wir rufen die Landesregierung von Baden-Württemberg auf, kreative Wege zu beschreiten, um Kindern und Jugendlichen die dringend notwendigen Kenntnisse und Fertigkeiten zum Umgang mit der fortschreitenden Digitalisierung zu vermitteln. Wir dürfen die Ausbildung unseres Nachwuchses bei solch essenziellen Themen nicht vernachlässigen", so Liggesmeyer.

 

Weitere Informationen gibt es über die Fachgruppe "Informatiklehrerinnen und -lehrer in Baden-Württemberg".

 

 


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Kommentare

Vielhaber

Michael Vielhaber

Donnerstag, 17.11.2016, 13:19

Es gibt deutlich Wichtigeres als Informatik, etwa Mathe, Fremdsprachen, Geschichte, Deutsch, NatWiss. Ich halte nichts davon, die durch G8 ohnehin ausgedünnte Schulzeit zu überfrachten. Bevor die GI flächendeckend zu immer mehr Informatik-Schulunterricht aufruft, sollte wohl erst einmal abgefragt werden, ob die GI-Mitglieder dahinterstehen. Im übrigen empfehle ich den Artikel "Inhalte statt Geräte" der DMV.

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