Gesellschaft für Informatik e.V. (GI)

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12.11.2013
Standortvorteil Deutschland: Durchstarten mit »Smart Data«


(c) BMWi

 

Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) und Franhofer-Verbund IUK-Technologie präsentieren Handlungsempfehlungen für die Zukunft von Big Data in Deutschland.

 

Die detaillierten Handlungsempfehlungen sowie die Präsentationen des Tages finden Sie unter
www.gi.de/bigdata_handlungsempfehlungen

 

Die größte Fachgesellschaft für Informatik im deutschsprachigen Raum und die führende Organisation der IKT-Anwendungsforschung haben dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) am 12. November 2013 Handlungsempfehlungen für einen Entwicklungsschub zum erfolgreichen und nachhaltigen Einsatz von »Big Data« in Deutschland übergeben.

 

Im Rahmen der Big Data Days, die mit der Auftaktveranstaltung »Big Data goes Smart Data« in der Hauptstadt starteten, evaluierten Experten aus ganz Deutschland die bereits gegangenen Entwicklungsschritte und skizzierten den Aktionsbedarf im zukünftigen Umgang mit Big-Data-Technologien sowie Strategien zur Qualifizierung von Big-Data-Experten.

 

Die Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) und der Fraunhofer-Verbund IUK-Technologie hatten gemeinsam mit dem BMWi zu den »Big Data Days« eingeladen. Die Handlungsempfehlungen wurden während des Kongresses »Smart Data: Intelligente IKT und effiziente Wertschöpfung für Big Data« an die Leitung des Wirtschaftsministeriums übergeben.

Der Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Hans Joachim Otto: „Daten gelten heute als einer der wichtigsten Rohstoffe des Informationszeitalters. Daraus ergeben sich neue wirtschaftliche Chancen. Wir brauchen neue Smart Data Lösungen, die eine zukunftsorientierte, rechtskonforme und wirtschaftlich effiziente Nutzung der wachsenden Datenvolumen erlauben und dabei hohe Standards sicherstellen. Bei der Verwendung der Daten durch Unternehmen muss ein besonderes Augenmerk auf dem Datenschutz und der Datensicherheit gelegt werden. Denn Datenschutz und Datensicherheit sind dabei gleichermaßen im Interesse von Verbrauchern und Unternehmen.“

 

Einig war man sich auf der Auftaktveranstaltung, dass Deutschland seine Stärken in der Entwicklung und dem industriellen Einsatz von Big-Data-Technologien ausspielen muss:

 

»Bei dem Thema Big Data kann der deutsche IKT-Sektor eine international führende Rolle einnehmen. Dabei spielen insbesondere unsere langjährigen und tiefgreifenden Erfahrungen mit Datenschutz und IT-Sicherheit eine Rolle. Aber auch die deutschen Kompetenzen im Geschäftsprozessmanagement sind in diesem Kontext außerordentlich hilfreich, « sagte GI-Präsident Oliver Günther.

 

»Um hier an der Weltspitze ganz vorn zu sein, müssen Kompetenzen aus verschiedenen Bereichen gebündelt werden. Wichtig ist uns hierbei, von Anfang an Technologie- und Branchenkompetenz zu verbinden, um praxistaugliche Lösungen für den Markt zu entwickeln, « ergänzte der Vorsitzende des Fraunhofer IUK-Verbunds Matthias Jarke.

 

Handlungsbedarf wurde während der Auftaktveranstaltung der Big Data Days aber auch im Aus- und Weiterbildungsbereich diagnostiziert. Sowohl Vertreter des BITKOM, der SAP AG als auch des Hasso-Plattner-Instituts Potsdam sprachen sich für universitäre, duale und innerbetriebliche Qualifizierungsinitiativen für »Data Scientists« aus. Darüber hinaus müssten Kompetenzen für den Umgang mit Big Data in alle ingenieurwissenschaftlich bzw. technisch ausgerichteten beruflichen Profile integriert werden. Dies gelte insbesondere, weil Big Data kein rein technisches, sondern ein strategisches Unternehmensthema sei.

 

Zukünftige Forschungsvorhaben sollten sich nicht nur auf die große Menge von Daten konzentrieren, sondern ebenso auf die Heterogenität und die unterschiedlichen Quellen von Datenströmen. Hierfür werden nicht-proprietäre und intelligente Analyse- und Verknüpfungstechnologien benötigt, die auch die Ideen von Open Data integrieren können.

 

Substanzielle Vorteile für deutsche Unternehmen eröffnen sich durch Big Data vor allem in der intelligenten Produktion (»Industrie 4.0«). Mit Hilfe der Analyse von Datenströmen können Produktionsprozesse bei Bedarf individueller und generell effizienter gestaltet werden. Die Chance für eine »Data Economy« eröffne sich dann, wenn Big-Data- und Cloud-Technologien miteinander harmonieren. Hierfür sei jedoch – am besten auf europäischer Ebene – ein datenschutzrechtlicher Rahmen nötig.

 

 

Einen Videomitschnitt der BMWi-Veranstaltung und der Übergabe der Handlungsempfehlungen durch den GI-Präsidenten Prof. Oliver Günther, Ph.D. finden Sie hier:

webcast.nc3-cdn.com/clients/bmwi/2013/11/12/index.html

 


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