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Informatik-Lexikon

Fachbegriffe zu Informatik und deren Anwendung

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Alexander Kohout

"Was mich an der Informatik generell so fasziniert ist, dass es eine noch sehr junge Wissenschaft ist und ihr volles Potential noch lange nicht ausgeschöpft hat, frei nach dem Motto: Alles ist denkbar!"

 

12.09.2017
Bundestagswahl 2017: Konsequenzen aus Sicherheitsproblemen gefordert

Die Gesellschaft für Informatik e.V. fordert Konsequenzen aus den Sicherheitsproblemen bei Wahlauswertungssoftware


Bonn/Berlin, 12. September 2017 – Angesichts der anstehenden Wahl zum Deutschen Bundestag in knapp zwei Wochen und den jungst veröffentlichten eklatanten Schwachstellen in einem der Softwareprogramme, die im Rahmen der Stimmenauswertung genutzt werden sollen, fordert die Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) die generelle Überprüfung der für die Wahlen eingesetzten Software. Der Chaos Computer Club hatte in einer Software zur Stimmenauswertung zahlreiche Sicherheitsmängel entdeckt und vergangene Woche veröffentlicht.

Prof. Dr. Hannes Federrath, GI-Vizepräsident: „Die vorliegende Analyse darf nicht schulterzuckend hingenommen oder kleingeredet werden. Die Glaubwürdigkeit unserer Demokratie beginnt bei ordnungsgemäß durchgeführten Wahlen. Wenn wir uns bei den Wahlen auf Technik verlassen, dann muss sie zweifelsfrei verlässlich sein.“

Die Ethischen Leitlinien der Gesellschaft für Informatik fordern die Kenntnis und Anwendung des Stands  von Wissenschaft und Technik, um sichere informationstechnische Systeme zu entwickeln. Die in der Analyse des Chaos Computer Clubs beschriebenen Mängel zeigen, dass grundsätzliche Regeln zur Gewährleistung von IT-Sicherheit missachtet wurden.

Die GI fordert von den politisch Verantwortlichen in den Innenministerien von Bund und Ländern die Erarbeitung und Offenlegung von Prüfprozessen für den Einsatz von Software bei Wahlen, die solche Sicherheitsrisikenfrühzeitig erkennbar und behebbar machen. Federrath: „Die jetzt erkannten Sicherheitsmängel zeigen erneut auf, wie weit wir noch davon entfernt sind, sichere elektronische Wahlen für den Deutschen Bundestag durchführen zu können.“

Jede eingesetzte Auswertungssoftware muss nun kritisch überprüft werden. Gegebenenfalls sollte schlicht von der Nutzung abgesehen werden, wenn sich weitere Sicherheitslücken zeigen oder heutige Standards der Technik missachtet wurden.


>> Pressemitteilung zum
Download

 

Über die Gesellschaft für Informatik e.V.

Die Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) ist mit rund 20.000 persönlichen und 250 korporativen Mitgliedern die größte und wichtigste Fachgesellschaft für Informatik im deutschsprachigen Raum und vertritt seit 1969 die Interessen der Informatikerinnen und Informatiker in Wissenschaft, Wirtschaft, öffentlicher Verwaltung, Gesellschaft und Politik. Mit 14 Fachbereichen, über 30 aktiven Regionalgruppen und unzähligen Fachgruppen ist die GI Plattform und Sprachrohr für alle Disziplinen in der Informatik. Weitere Informationen finden Sie unter www.gi.de.

Pressekontakt:


Daniel Krupka
Gesellschaft für Informatik e.V. (GI)

Berliner Büro im Spreepalais am Dom
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Tel.: +49 30 7261 566-15
Fax: +49 30 7261 566-19
Mail: berlin(at)gi.de

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E-Mail: bonn(at)gi.de
Web: www.gi.de
 


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