Hans Ulrich Buhl

Als Inhaber eines Wirtschaftsinformatik Lehrstuhls und als wissenschaftlicher Leiter des Kernkompetenzzentrums Finanz- & Informationsmanagement an der Universität Augsburg liegt mir die Triade aus Forschung, Lehre und Praxis sowie das Thema Nachwuchsförderung sehr am Herzen. Diese Themen finden sich auch bei der Gesellschaft für Informatik wieder, weshalb ich seit nunmehr 20 Jahren deren Mitglied bin. Im Rahmen dieser Mitgliedschaft engagiere und engagierte ich mich u.a. als Sprecher des Fachbereichs Wirtschaftsinformatik, Gründungsmitglied/ Gründungssprecher der GI-Fachgruppe 5.4 „Informationssysteme in der Finanzwirtschaft“, Mitglied der GI-Fachgruppe 5.5 „Electronic Commerce“ sowie als GI-Fellow. Aber auch in meiner Eigenschaft als Geschäftsführender Herausgeber der Zeitschrift WIRTSCHAFTSINFORMATIK, welche zusammen mit der Wirtschaftsinformatik & Management das Organ des Fachbereichs Wirtschaftsinformatik darstellt, lege ich Wert auf eine enge, konstruktive und zukunftsweisende Zusammenarbeit mit der GI auch über die Fachbereichsgrenzen hinaus.

Informatik berührt heute mehr denn je alle Lebensbereiche unserer Gesellschaft, was sich nicht zuletzt in der zunehmenden digitalen Vernetzung unserer Gesellschaft über sogenannte Online Social Networks, der Einführung des neuen mit einem RFID-Chip ausgestatteten Personalausweises oder den globalen Folgen der vergangenen Finanzmarktkrise – um nur einige Beispiele zu nennen - manifestiert. Insbesondere beim Zukunftsthema Ressourceneffizienz kommt der Informatik und der Wirtschaftsinformatik eine besondere Rolle zu. Statt nur selbst im Sinne von Green IT nachhaltig mit Energie versorgt zu werden, kann IT im Sinne einer „intelligenten Steuerungslogik“ dazu beitragen, Prozesse in allen Unternehmensbereichen energie- und ressourceneffizient zu gestalten. Nachhaltigkeit durch IT muss ein Kerninstrument der Nachhaltigkeit schlechthin sein, für die nicht nur ein geringerer Energieverbrauch, sondern ganz grundsätzlich ein effizienter Ressourceneinsatz entscheidend ist. So kann bspw. durch eine optimierte IT-gestützte Motorsteuerung in der Fertigungstechnik Energie im Terawattstundenbereich eingespart werden. Rechnergesteuerte Gebäudetechnik ermöglicht Stromeinsparungen im zweistelligen Prozentbereich. Und mit intelligenter Routenplanung lassen sich hunderte Millionen Tonnen CO2 einsparen. Aus diesem Grund muss es für die Informatik ein Imperativ sein, die interdisziplinäre Schnittstelle zwischen innovativer Technik sowie ökologischer und ökonomischer Nachhaltigkeit künftig weiter zu vertiefen.

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