Herinrich Reinermann

In die GI bin ich 1977 eingetreten. Ihr über 35 Jahre die Treue zu halten, ist mir leicht gefallen, denn in dieser Gesellschaft laufen die für unser Fach wichtigen Informationen zusammen. Der Mitgliedschaft verdanke ich darüber hinaus wesentliche Impulse für meine Arbeit (von 1973 bis 2003 an meinem Lehrstuhl für Verwaltungsinformatik an der Deutschen Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer), denn die GI stellt mit ihrem Fachbereich „Informatik in Recht und öffentlicher Verwaltung“ eine Plattform bereit, auf der die verschiedenen Wissensgebiete, die für ein eGovernment nutzbar zu machen sind, sich finden, begegnen, austauschen und das Gemeinsame herausstellen können.

 

Die Informationstechnik hat ja die Welt in einem entscheidenden Punkt radikal verändert, der für Staat und Verwaltung, als Informationen verarbeitende Systeme, konstitutiv ist: Durch die gleichzeitige Verfügbarkeit von Information an jedem beliebigen Ort sind viele Hindernisse, wie man sie von traditionellen Medien kannte, in den Hintergrund getreten. Und es ist genau diese Tatsache der ubiquitären Information, die zum Überdenken aller Strukturen und Abläufe auffordert, waren diese doch mit Blick auf die begrenzten Möglichkeiten „von Papier und Bleistift“ herangewachsen. Moderne Informationstechnik ist somit zu einem Katalysator für Verwaltungsmodernisierung geworden und erweist sich geradezu als Wegbereiter und Speerspitze für den Einsatz des zur Verfügung stehenden Informatikpotenzials, um den modernen Vorstellungen von einem demokratischen, verantwortlichen, responsiven, bürgerfreundlichen, rechtmäßigen und effizienten öffentlichen Sektor mit neuen Formen informatikgestützter Strukturen und Abläufe zu entsprechen.

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