Michael Herczeg

Es ist lange her, aber ich bin vor fast 30 Jahren in die GI eingetreten, weil mein Doktorvater und Mitbegründer der GI mir als damals jungem Informatiker den Eintritt in die GI freundlichst empfohlen hatte. Ich denke, solche Empfehlungen von Senior zu Junior, auch im Sinne der Unterstützung auf einem offenen bevorstehenden Karriereweg, sind immer sehr wertvoll, und ich habe inzwischen etliche Studierende selbst auf diese Weise für die GI gewinnen können.

Die Mitgliedschaft in Fachgesellschaften wie der GI, leitet sich meines Erachtens sowohl aus einem Berufsethos, dem Wunsch nach einer lebendigen Community, wie auch aus ganz praktischen Erwägungen ab. Es wird heute von einem Wissenschaftler und auch von einem professionellen Praktiker erwartet, in nationalen und internationalen Fachgesellschaften organisiert und vernetzt zu sein. Die GI unterstützt den Aufbau von fachlichen Netzwerken auch in Spezialgebieten, hilft die Kosten durch reduzierte Tagungsgebühren und andere Leistungen zu reduzieren und wird in der Zukunft immer mehr das persönliche und kollektive Wissensmanagement in Form von Kommunikationsplattformen und Digitalen Bibliotheken unterstützen. 

Wir haben kürzlich mit der Digital Library im Fachbereich Mensch-Computer-Interaktion der GI einen wichtigen Meilenstein realisiert, der für viele praktisch schon verloren gegangene, umfangreiche deutschsprachige Fachpublikationen der letzten 30 Jahre wieder online zugreifbar macht und die künftigen einschlägigen Publikationen auf nationaler Basis zeitnah und leicht zugreifbar halten wird.

Neben der passiven Mitgliedschaft ermöglich die GI die aktive Arbeit in einschlägigen Arbeitskreisen, Fachgruppen und Fachbereichen, die man auch selbst mit gleichgesinnten Kolleginnen und Kollegen gründen und entwickeln kann. Ich habe seit dem Beginn meiner Mitgliedschaft vielfach die Möglichkeit gefunden, solche Gruppen ins Leben zu rufen und über Jahre dort zu wirken. Heute als Sprecher des Fachbereiches Mensch-Computer-Interaktion der GI sehe ich einen Fachbereich vor mir, der lebendiger denn je durch Informationsaustausch, Tagungen, Workshops, Publikationen und persönliche Kontakte eine wichtige Säule des Fachgebiets auch auf internationaler Ebene geworden ist.

 

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