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Informatik-Lexikon

Fachbegriffe zu Informatik und deren Anwendung

Wir sind Informatik

Elisabeth Heinemann

"Kollegialer Austausch, Horizonterweiterung und die Möglichkeit, mich und meine Ideen einzubringen, sind überzeugende Gründe, um in der GI zu sein."

 

Peter Haas

Ich habe von1977 bis 1982 Medizinische Informatik studiert – zu einer Zeit, in der man gefragt wurde: Informatik? Wen informierst Du denn da? In den nun 30 Berufsjahren hat die Informatik eine fast unvorstellbare Entwicklung genommen und Informatikartefakte und -lösungen bestimmen heute den privaten und beruflichen Alltag fast aller Menschen. Informatik und Informatiker gestalten Privat- und Arbeitsleben um und neu. Sie haben einerseits zu Stellenabbau – man denke an die Produktions- und Logistikbranche – aber auch zu neuen Geschäftsfeldern und Wertschöpfungen und damit neuen Arbeitsplätzen geführt, zu mehr Sicherheit und Lebensqualität. Informatiklösungen verändern heute sogar das soziale Miteinander der jungen Generation. 

 

Heute lehre ich nach dem Aufbau eines Studienganges an der FH Dortmund Medizinische Informatik. Es macht Spaß, Informatik und die damit verbundenen Chancen und Möglichkeiten in der Medizin und Gesundheitsversorgung allgemein sowie in dedizierten Feldern – man denke an vernetzte Gesundheitsinformationssysteme, an Telemonitoring-Anwendungen, an 3D-Bilddiagnostiksysteme u.v.a.m..  – jungen Menschen zu vermitteln.

 

Eines habe ich aber in meiner beruflichen Praxis in Krankenhaus und Industrie verinnerlicht: Dieses Potenzial der Um- und Neugestaltung gerade auch von Arbeitswelten bringt eine hohe Verantwortung für den Informatiker mit. Informatik ist eben nicht nur eine Technikwissenschaft, sondern mehr und mehr – wie Rolf das in dem hervorragenden von Coy herausgegebenen Buch zu „Sichtweisen der Informatik“ formuliert – zur Gestaltungswissenschaft geworden. Und so mache ich auch früh meinen Studenten deutlich, dass gerade auch Medizinische Informatiker, in dem sie nicht Schrauben und Artikel verwalten, sondern Schicksale von Menschen einerseits und auch andererseits tief in die Arbeit von Ärzten und Pflegekräften hineinwirken, in vielerlei Hinsicht hohe Verantwortung tragen, menschengerechte sichere, vertrauenswürdige, verlässliche und nützliche Systeme zu bauen, die die Achtung vor der Besonderheit des Menschen - sei er Benutzer oder Betroffener, dessen Daten verwaltet werden – berücksichtigen.

 

Das ist eine Herausforderung, die es lohnt, Informatik zu studieren und die Zukunft mit zu gestalten! Und auf diesem Weg hat mich die GI mit Ihren hervorragenden Zeitschriften und Tagungsbänden, mit ihrer vielfältigen fachlichen Organisationsstruktur und mit der Gewissheit, in eine große kompetente und kritische Community eingebunden zu sein begleitet und gefördert. Danke alle Jenen, die sich in diesen meinen 30 Berufsjahren in der GI für die vielfältigen Themen ehrenamtlich engagiert haben. Jeder Informatiker sollte Mitglied in der GI sein.

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